Eine kleine akustische Exkursion
So lange der Mensch zurückdenken kann, vergnügte man sich mit Musik und Tanz. Aber erst mit der Entwicklung des Grammophons und der Schallplatte ist es möglich geworden, Musik und Sprache zu konservieren und so oft man will, wieder abzuspielen. Die Qualität der Wiedergabe entwickelte sich in den vergangenen Jahren enorm, heute möchte keiner mehr auf Hi-Fi Qualität verzichten. Hörte man früher Mono, später Stereo, dann Quadro, Dolby Surround usw, war man bei der herkömmlichen Lautsprechertechnik - den Direktabstrahlern -, auch Boxen genannt, wegen der Kistenform - immer gezwungen, sich direkt davor aufzuhalten. Es entstanden Begriffe, wie Stereodreieck, dem Bereich des optimalen Hörgenusses. Bis zu diesem Stand der Technik war es nicht möglich, die Natur optimal nachzuempfinden.
Natürlicher Schall
In der Natur entsteht ein Geräusch an einem Punkt und breitet sich kugelförmig aus. Erinnern Sie sich an Ihren letzten Spaziergang im Wald? Alle einer Gruppe, egal wo sie stehen, egal wie weit sie voneinander entfernt sind, bei einem beliebigen Geräusch sofort zu der Stelle zeigen, wo das Geräusch entstanden ist. Das ist räumliches Hören, bei dem eine Orientierung möglich und erwünscht ist. Oder denken Sie an die phänomenale Akustik in antiken Amphitheatern, wo man das kleinste Geräusch von der Bühne noch auf den höchsten Rängen wahrnehmen kann, oder die ergreifende Klangbrillanz in mittelalterlichen Sakralbauten.
Das Naturklangprinzip
Bei herkömmlichen Boxen wird der optimale Klang im Kreuzfeld der beiden Streukegel erzeugt, außerhalb nimmt Qualität ab. Bei den Klangsäulen erreicht der Stereoklang den Hörer in gleichbleibender Qualität an jedem Punkt des Raumes. Die Schallausbreitung sowie die indirekte Abstrahlung ergeben durch die Klangsäule ein neues Klangbild. Bedingt durch die Bauform werden alle Schallwellen von einem Punkt und kugelförmig abgegeben. Also konträr der unnatürlich direkten- und keulenförmigen Abstrahlcharakteristik herkömmlicher Boxen, und in Übereinstimmung mit der natürlichen Schallausbreitung. Um eine dreidimensionale Klangwiedergabe zu realisieren bedarf es zweier Schallwandler, vorausgesetzt, sie sind in der Lage den Schall kugelförmig abzustrahlen. Durch diese neuartige Technik bekommt das Hören eine völlig neue Dimension. Man ist nicht mehr an eine bestimmte Hörposition gebunden, sondern kann seinen Standort frei wählen, ohne auf Hörgenuss verzichten zu müssen.
Echter Raumklang wird Wirklichkeit
Mit Klangsäulen können Sie grundsätzlich jeden Raum beschallen. Die Brillanz hängt nicht mehr von den räumlichen Verhältnissen ab, sondern nur noch die Qualität der verwendeten Tonträger entscheidet über den Hörgenuss. Die Klangsäulen ermöglichen ein Raumempfinden, dass Sie bisher nur in einem Konzertsaal erleben konnten. Verzaubern sie Ihr Wohnzimmer in eine musikalische Traumwelt. Durch die homogene räumliche Schallverteilung erzeugen Sie auch in angrenzenden Räumen, je nach Durchlassöffnung, nahezu das gleiche Frequenzspektrum, so dass Sie das Gefühl haben, dass die Musik sie überall hin begleitet. Aber natürlich sind die Klangsäulen nicht nur für Wohnräume geeignet. Stellen Sie sich vor, wie effektiv dieses Prinzip in einem Verkaufsraum, in einer Hotellobby oder z.B. in einem Kino angewendet werden kann.
"So wie der Mensch vom Fliegen träumte und sich den Wunsch erfüllte, wünscht sich der Musikliebhaber, sein Wohnzimmer in einen Konzertsaal verwandeln zu können. Um dieses Realität werden zu lassen, müssen wir die Natur als Lehrmeister zu Rate ziehen. Der Mensch hat zwei Augen, um dreidimensional zu sehen und zwei Ohren, um dreidimensional zu hören. Daraus folgt, dass es mit nur zwei Schallwandlern möglich sein muss, dreidimensional wiederzugeben. Diese dreidimensionale Wiedergabe empfindet der Mensch als akustisches Hologramm." (R.Mechow)
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